Irina Razumovskaya - KORE
Aktuelle gesellschaftliche Debatten sind oft von Verlusterfahrungen geprägt. Gesellschaftlicher Wandel und das Fehlen einer zentralen Perspektive für die vielen Herausforderungen unserer Zeit verstärken den Wunsch nach einer vermeintlich verlorenen Welt, in der Rollen und Erwartungen eindeutiger formuliert schienen.Im Gegensatz dazu verweist Irina Razumovskaya bereits mit dem Titel ihrer Ausstellung auf die Mehrdeutigkeit, die in ihren Werken eine zentrale Rolle spielt. Die griechische Göttin Kore verkörperte als Herrscherin des Totenreichs und als Jungfrau der Fruchtbarkeit eine doppelte Rolle. Für Razumovskaya ist sie Sinnbild der Ambivalenz, die Frauen oft zu erfüllen haben – eine Ambivalenz, die jedoch ohne Verlusterfahrungen nicht zu bewältigen ist.Ihre Ausstellung KORE beginnt mit de...
Museums-News hier weiterlesen…
