Station: [06] Schöne Aussicht

  • Historisches Museum Frankfurt

Vom oberen Stockwerk des Rententurms können wir
in alle vier Himmelsrichtungen blicken:
nach Norden, Osten, Süden, Westen.

Das war wichtig, als der Rententurm noch ein Teil der Stadtmauer war.

So hatten die Wachleute auf dem Turm alles im Blick:
Was in der Stadt passierte.
Wer sich dem Stadttor näherte.
Welche Schiffe auf dem Main unterwegs waren.

Hier im Raum stehen 4 Seh-Stationen,
eine in jede Himmelsrichtung.
In jeder Seh-Station gibt es mehrere alte Ansichten von der Stadt.
Sie zeigen die Stadt immer genau von dem Punkt aus,
an dem wir stehen.

Die Ansichten stammen aus verschiedenen Jahrhunderten.
Deshalb gibt es Drucke, Gemälde und Schwarz-Weiß-Fotos.

Vergleichen wir doch mal den Ausblick von heute mit einer Stadtansicht von früher!
Wie sich die Aussicht doch verändert hat…

Die stärkste Veränderung stellen wir beim Blick nach Westen fest.
Heute sehen wir nämlich nur Bäume vor dem Fenster. 
Vor 200 Jahren war hier noch ganz viel los:
Hier lag der Frankfurter Hafen.

Eine Ansicht gefällt mir ganz besonders.
Es ist ein Bild von Johann Friedrich Morgenstern.

Es zeigt viele Menschen, die eifrig herumlaufen.
Links liegen große Säcke auf einem Haufen.
Es zeigt auch Pferdekutschen, mit Fässern beladen.
Im Hintergrund sieht man große Schiffe und Kräne.
Und rechts die Häuser-Reihe mit der Wach-Station.

Es ist ein eher zartes Bild mit sehr vielen Details.

Lassen Sie uns noch eine Sache anschauen.
Gehen wir dafür zur Seh-Station in Richtung Osten.

Von hier sehen wir die Alte Brücke.
Dahinter liegen die Europäische Zentralbank und Offenbach.

Und wir blicken heute, genauso wie früher, auf die Schöne Aussicht.
Ja, so heißt diese Straße tatsächlich: Schöne Aussicht.