Station: [05] Rententurm

  • Historisches Museum Frankfurt

Wir stehen jetzt vor dem Rententurm.
Dieser Turm ist über 500 Jahre alt.

Ich erzähle Ihnen gleich,
woher der Rententurm seinen Namen hat.
Aber erst ein paar Worte zu dem Gebäude:

Der Rententurm gehört zur alten Stadtmauer.
Lange Zeit durften nur Menschen in den Rententurm,
die dort gearbeitet haben.
Erst seit 2012 ist der Turm offen für Besucherinnen und Besucher.
Damals haben wir das Museum saniert.
Und wir haben beschlossen:
Wir wollen den Rententurm auch von innen sichtbar machen.

Wir haben die steinernen Decken zwischen den Stockwerken des Turms herausgenommen.
Jetzt sind die Stockwerke durch Böden aus Stahl getrennt.
An den Wänden gibt es Schlitze:
So können wir vom obersten Stockwerk des Turms durch alle Stockwerke bis nach unten schauen.

In jedem Stockwerk geht es um ein anderes Thema.

Wenn wir die Treppe nach oben gehen,
kommen wir zum Thema Rent.
Das war ein wichtiges Thema für Frankfurt.

Die Rent war früher ein anderes Wort für Abgaben oder Zölle.
Händler mussten diese Rent bezahlen,
wenn sie Waren in die Stadt brachten.

Das Geld ging an das Rentamt.
Das Rentamt war hier im Turm.
Und daher hat der Turm seinen Namen!

Vom ersten Stockwerk aus gehen wir zusammen nach unten.
Früher war das hier das Erdgeschoss.
Heute liegt es unter der Erde.
Hier geht es um den Main, den Fluss.

Sehen Sie die Markierungen an der Wand?
Sie zeigen, bis wohin das Fluss-Wasser gestiegen ist.
Es war Hochwasser!

Der Main war sehr lange eine der wichtigsten Straßen für Frankfurt.
Eine Wasserstraße.
Früher verlangte die Stadt, dass die Schiffe alle Waren in Frankfurt an Land brachten.
Dann mussten die Schiffe dafür die Rent bezahlen.
Und sie mussten die Waren in Frankfurt zum Verkauf anbieten.
Egal, ob die Waren für Frankfurt waren oder ob die Schiffe die Waren eigentlich noch weiter transportieren wollten!

Das allerwichtigste Handelsgut war Wein.
Andere wichtige Güter waren Getreide, Kartoffeln, Bohnen, gesalzener Fisch und Bücher.