Station: [7] Herkules


Michi: Soll ich dir mal einen echten Helden zeigen? Also so einen waschechten Superhelden? So einen Super-duper-Superhelden? Dann pass mal auf! (räuspern, zurecht machen) Tadaaa! Das hier ist der größte Superheld aller Zeiten: Das ist …

 

[Sound: Donner/Grollen]

 

Herkules: (hallend)

Herkules. 

 

Michi: Potzblitz. Du kannst doch ein Gespenst nicht so erschrecken! Mir ist beinahe mein Gespensterherz in die Hose gerutscht. Aber wenn du jetzt schon mal da bist, dann erzähl doch was von dir. Dann muss ich mir schon den Mund nicht fusselig reden. Ich habe schon erwähnt, dass du der allergrößte Superheld aller Zeiten bist.

 

Herkules: (hallend)

Na dann (räuspern): Ich bin Herkules. 

Ich bin der Sohn von Göttervater Jupiter. 

Ich bin halb Mensch und halb Gott. 

Das bedeutet, ich bin sterblich. Anders als die Götter, die sind ja unsterblich und leben hoch oben im Götterhimmel, dem Olymp. Da würde ich auch gerne hin. In den Götterhimmel aufgenommen zu werden, ist aber gar nicht so einfach. Ich musste dafür zwölf unfassbar schwere Prüfungen bestehen! Aber was soll ich sagen: Am Ende habe ich alles geschafft. Ich bin eben ein Held. 

 

Michi: Potzblitz. Aber anscheinend hast du irgendwie deinen Kopf dabei verloren?

 

Herkules: Du scheinst mir ein besonders witziges Gespenst zu sein. Meine Statue ist immerhin fast 2.000 Jahre alt. Da kann schon mal was verloren gehen. 

 

Michi: Was macht denn ein Superheld wie du eigentlich in Bruchsal? 

 

Herkules: Die alten Römer hatten hier ganz in der Nähe einen wichtigen Stützpunkt. Bis zu 800 Menschen haben dort gelebt. Und wo Menschen sind, da braucht´s auch Götter – und Helden.

 

Michi: … und Gespenster. (kichernd)

 

Foto: © Martin Heintzen