Station: [5] Bronzeschmuck


Michi: Ach, Mist! Vielleicht hätten wir den Michi noch ein Stück mitnehmen sollen. Der hätte uns bestimmt super gut erklären können, was es mit diesen seltsamen Nadeln und Reifen hier auf sich hat. Da fällt mir ein, ich habe doch noch meinen „Museumsführer für kleine Gespenster“. 

Ah, ja. Hier steht es ja. (stockend lesend) Schmuck aus der Bronzezeit. Etwa 3.000 Jahre alt. Ihren Namen hat die Bronzezeit daher, weil die Menschen damals ihre Werkzeuge und Schmuck mehr und mehr aus Bronze hergestellt haben. Bronze ist ein Metall. Wenn man es ganz genau nimmt, dann ist es eine Mischung aus zwei Metallen, nämlich Kupfer und Zinn. Bronze kennst du bestimmt von den Olympischen Spielen, da bekommt der Drittplatzierte immer eine Medaille aus Bronze. 

Die Menschen in der Bronzezeit lebten eigentlich so ähnlich wie der Michi in seinem Steinzeitdorf. Sie pflanzten etwa Getreide an, machten daraus Mehl und backten damit dann Brot. Zum Ernten benutzten sie Sicheln aus Bronze. Also lange, gekrümmte Messer. Damit kamen die Menschen bei ihrer Arbeit schneller voran, anders als mit ollen Steinklingen, die Michi und seine Leute benutzten. Dadurch konnten nun mehr Menschen ernährt werden. In der Bronzezeit fand man auch heraus, dass man aus Milch Käse machen kann. 

Die Dinger, die man hier in der Vitrine sieht, sind sogenannte Radnadeln. Sie sind auch aus Bronze gemacht und wurden sowohl von Männern als auch von Frauen getragen. Damit konnte man Kleider und Umhänge zusammenstecken und festmachen.

Falls du fragst, warum die so eine komisch grüne Farbe haben: Das ist Patina! Diese grünliche Schicht verrät, dass die Nadel schon sehr, sehr alt sind. Patina entsteht im Laufe der Zeit, das ist etwas ganz Normales. Die Bronze reagiert dabei mit bestimmten Stoffen, die in der Luft herumschwirren. 

Das ist ein ganz schön schlauer Gespenster-Museumsführer.

 

Foto: © Martin Heintzen