Die Mozarts sind eine schwäbische Familie, deren berühmtestes Mitglied der Komponist Wolfgang Amadé Mozart werden sollte. Sein 1719 in Augsburg geborener Vater Leopold Mozart war der Entdecker, einzige Erzieher, Musiklehrer und „Manager“ von Wolfgang Amadé. In Augsburg erhielt Leopold seine Bildung und jene musikalische Ausbildung, die er an seinen Sohn weitergab. Wolfgang Amadé war fünf Mal (1763, 1766, 1777, 1781 und 1790) in der Vaterstadt. 1777 erlebte Wolfgang Amadé hier bei einem zweiwöchigen Aufenthalt sein erstes erotisches Abenteuer mit der Augsburger Cousine Maria Anna Thekla Mozart. Daraufhin entstanden Mozarts berühmte deftige „Bäsle-Briefe.
Anlässlich des Mozartjahres wurde das Mozarthaus am 26. Januar 2006 unter dem Dach der Kunstsammlungen und Museen Augsburg im Geburtshaus Leopold Mozarts wiedereröffnet. Hier kam der Vater Wolfgang Amadé Mozarts 1719 zur Welt. Ihm und seiner Familie ist deshalb auch ein Großteil der Ausstellung in den neu gestalteten Räumen gewidmet. Darüber hinaus sind zahlreiche Stiche, Handschriften, Notationen und Musikinstrumente zu sehen. Darunter ein Hammerflügel von Johann Andreas Stein, auf dem sowohl Leopold Mozart als auch später Wolfgang Amadé Mozart spielten. Weitere Exponate stammen aus der berühmten Sammlung von Maximilian Zenger. Mittels mehrsprachiger Audioguides (in Deutsch, Englisch und Japanisch) und innovativer Ausstellungstechnik mit Kurzfilmen, Musikeinspielungen und Guckkästen, können die Besucher das Leben und die Musik der Familie Mozart unter ungewöhnlichen Aspekten neu entdecken.