Führung durch die Dauerausstellung „Ein Blick zurück. Mittelalter und Urgeschichte Rastatts“  im Stadtmuseum   Am Donnerstag, 29. September, 16 Uhr, führt Stadtarchivar Oliver Fieg zum Leben im mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Rastatt durch die Dauerausstellung im Stadtmuseum Rastatt. Im Kodex des Klosters Hirsau wird Rastatt um das Jahr 1084 erstmals erwähnt. Seit dem 14. Jahrhundert informieren Dorfbücher über einen gut organisierten, wohlhabenden Markflecken, der über eine Gemeindeordnung, ein Dorfgericht und ein reges Wirtschaftsleben verfügte. Das von König Ruprecht 1404 verliehene Marktrecht förderte den Handel, der für Jahrhunderte zur Haupteinnahmequelle Rastatts wurde. Ansässige Gewerbe wie Küfer, Eicher und Weinlader sprechen für einen florierenden Weinhandel, auf dessen Bedeutung die Weinleiter im Stadtwappen hinweist. Um 1500 besaß Rastatt etwa 2.000 Einwohner. Der Ort hatte eine Kirche, ein Rat- und Schulhaus, eine Badstube, ein Hospital, einen Marktplatz mit Fruchthalle, ein öffentliches Warenmagazin, ein Schlachthaus und mehrere Mühlen. Dieser florierende Marktflecken wurde im 17. Jahrhundert, dem Jahrhundert der Kriege am Oberrhein, verwüstet und 1689 zerstört. Diese Kriege zerstörten auch einen Großteil der schriftlichen Quellen. Daher sind wir nur unzureichend über die Geschichte Rastatts bis zum Ende des 17. Jahrhunderts informiert. Die Führung durch die Ausstellung will die Grundzüge dieser Geschichte und das tägliche Leben der Menschen in dieser Zeit darstellen. Der Führung ist kostenlos. Museumseintritt ist zu entrichten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Infos unter Tel. 07222 / 972 8401 oder www.stadtmuseum-rastatt.de. Bildunterschrift: Transport von Weinfässern mit Hilfe der Weinleiter. Abbildung in den Nürnberger Hausbüchern. (Abb.: Stadtbibliothek Nürnberg, gemeinfrei)  
29. Sep 2022 - 16:00
Herrenstr 11
Rastatt
76437
Germany

Current event for "Stadtmuseum Rastatt"

Führung durch die Dauerausstellung „Ein Blick zurück. Mittelalter und Urgeschichte Rastatts“ im Stadtmuseum

29. Sep 2022 - 16:00 – 29. Sep 2022 - 17:00
Stadtmuseum Rastatt

Führung durch die Dauerausstellung „Ein Blick zurück. Mittelalter und Urgeschichte Rastatts“  im Stadtmuseum

 

Am Donnerstag, 29. September, 16 Uhr, führt Stadtarchivar Oliver Fieg zum Leben im mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Rastatt durch die Dauerausstellung im Stadtmuseum Rastatt.

Im Kodex des Klosters Hirsau wird Rastatt um das Jahr 1084 erstmals erwähnt. Seit dem 14. Jahrhundert informieren Dorfbücher über einen gut organisierten, wohlhabenden Markflecken, der über eine Gemeindeordnung, ein Dorfgericht und ein reges Wirtschaftsleben verfügte. Das von König Ruprecht 1404 verliehene Marktrecht förderte den Handel, der für Jahrhunderte zur Haupteinnahmequelle Rastatts wurde. Ansässige Gewerbe wie Küfer, Eicher und Weinlader sprechen für einen florierenden Weinhandel, auf dessen Bedeutung die Weinleiter im Stadtwappen hinweist.

Um 1500 besaß Rastatt etwa 2.000 Einwohner. Der Ort hatte eine Kirche, ein Rat- und Schulhaus, eine Badstube, ein Hospital, einen Marktplatz mit Fruchthalle, ein öffentliches Warenmagazin, ein Schlachthaus und mehrere Mühlen. Dieser florierende Marktflecken wurde im 17. Jahrhundert, dem Jahrhundert der Kriege am Oberrhein, verwüstet und 1689 zerstört. Diese Kriege zerstörten auch einen Großteil der schriftlichen Quellen. Daher sind wir nur unzureichend über die Geschichte Rastatts bis zum Ende des 17. Jahrhunderts informiert.

Die Führung durch die Ausstellung will die Grundzüge dieser Geschichte und das tägliche Leben der Menschen in dieser Zeit darstellen.

Der Führung ist kostenlos. Museumseintritt ist zu entrichten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Infos unter Tel. 07222 / 972 8401 oder www.stadtmuseum-rastatt.de.

Bildunterschrift:

Transport von Weinfässern mit Hilfe der Weinleiter. Abbildung in den Nürnberger Hausbüchern. (Abb.: Stadtbibliothek Nürnberg, gemeinfrei)

 

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