Station: [06] Kurt Schmidt

  • Theatermuseum Düsseldorf - Stiftung Dumont-Lindemann

Kurt Schmidt, als Sohn eines Lehrers geboren, schloss 1919 das Herzogliche Christians-Gymnasium in Eisenberg ab und begann im gleichen Jahr ein Studium an der Kunstgewerbeschule in Hamburg. Schon zu Schülerzeiten nahm er Unterricht beim Kunstmaler Paul Neidhardt. Durch den Dichter und Philosophen Paul Bommersheim und den Einfluss Herwarth Waldens wurde er mit den Arbeiten neuerer Künstler bekannt gemacht, unter anderem denen des Blauen Reiters. Er zeigte daraufhin besonderes Interesse an den Werken von Lyonel Feininger.

Auf Anregung von Kommilitonen wechselte er 1920 zu einem fünfjährigen Studium an das Bauhaus in Weimar, wo er sich der abstrakten Malerei zuwandte und einen Vorkurs bei Johannes Itten besuchte. Anschließend wurde Schmidt 1921 Lehrling in den Werkstätten von Wassily Kandinsky und Oskar Schlemmer. Dort beschäftigte er sich mit Bühnen- und Wandmalerei sowie mit Entwürfen und Choreographien zum Thema „Mechanische Bühne“.

Zur Bauhaus-Ausstellung 1923 gestaltete er eine Fensterwand und entwickelte zusammen mit Georg Teltscher und F.W. Bogler das "Mechanische Ballett". Dieses hatte im Rahmen der Ausstellung am 17. August 1923 in Jena seine Uraufführung. Anschließend fertigte er Entwürfe und Marionetten zu dem Märchenspiel "Die Abenteuer des kleinen Buckligen", welche sich heute in der Puppentheatersammlung in Dresden befinden. Ebenfalls 1924 entwarf und choreographierte er das Tanzspiel „Der Mann am Schaltbrett“, welches zum 5jährigen Bestehen des Bauhaus Weimar aufgeführt wurde. Nach dem Ausscheiden seines Lehrers Itten und dem Umzug des Bauhauses nach Dessau verließ auch Schmidt Weimar.

Quelle: Wikipedia

Gestaltung Audioguide: Jan Michael Hökenschnieder