Station: [14] Adler-Autobahn

  • Historisches Museum Frankfurt

Hier haben wir ein Auto mit einem ungewöhnlichen Namen.
Es heißt: Adler Autobahn.

Aber warum?

Weil das Auto in den Frankfurter Adler-Werken hergestellt wurde.
Die Adler-Werke waren zuerst für Fahrräder und Schreibmaschinen bekannt.
Später kam die Produktion von Autos dazu.
Frankfurt war damals eine wichtige Stadt in der Auto-Produktion.
Das ist über 100 Jahre her.
Die Adler-Werke gehörten einem Mann namens Heinrich Kleyer.

Und wie kommt die Autobahn in den Namen?
Weil das Auto zu einer Zeit entwickelt wurde,
als die erste Autobahn in Deutschland geplant wurde.

Schon damals war Frankfurt ein Verkehrskreuz:
Die Menschen kamen per Bahn, Schiff, Auto oder Flugzeug hier an.
Zum Beispiel, um die Messe zu besuchen.

Weil Frankfurt in der Mitte von Deutschland liegt,
reisten auch viele Menschen hier durch.

So kamen einige Frankfurter auf die Idee,
eine Autobahn zu bauen.
Sie gründeten den Verein HaFraBa.
Das ist die Abkürzung für: Hansestädte Frankfurt Basel.
Weil die Autobahn von den Hansestädten über Frankfurt bis Basel gehen sollte.

Die Hansestädte liegen ganz im Norden von Deutschland,
zum Beispiel Hamburg und Bremen.

Die Autobahnen konnten damals aber nicht gleich gebaut werden.
Es fehlte das Geld dafür.
Hitler und die Nationalsozialisten haben später eine Autobahn gebaut,
um sich beim Volk beliebt zu machen.

Das erste Stück Autobahn führte von Frankfurt nach Darmstadt.

Der Adler Autobahn war wie gemacht für die Autobahn.
Man sieht dem Auto an:
Es ist für schnelles Fahren gebaut. 
Der Adler Autobahn schaffte 125 Kilometer pro Stunde.
So schnell konnte damals kein anderes Auto fahren!