Station: [001] Alfred Sisley (1839 - 1899), Der Maler Monet im Wald von Fontainebleau, um 1865

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Im Jahr 1862 nahm Alfred Sisley sein Studium an einer privaten Pariser Kunstschule auf. Dort lernte er unter anderem Claude Monet und Auguste Renoir kennen. Fortan traf sich Sisley mit ihnen regelmäßig in der Umgebung von Paris und im Wald von Fontainebleau, um in der freien Natur zu malen und die atmosphärische Stimmung der Landschaft einzufangen. Dabei entstand vermutlich auch dieses Gemälde, das Sisley im Alter von etwa 25 Jahren schuf. Im Vordergrund des Bildes zeigt er einen Maler vor einer Klappstaffelei. Dieser gibt sich offenbar dem Anblick des Walddickichts hin und kehrt dabei dem Betrachter den Rücken zu. Rechts daneben erkennt man im Schatten die Silhouette eines Mannes mit Hut. Möglicherweise ist es einer der beiden Malerfreunde, der hier am Felsen sitzt. Sisleys frühe Landschaftsbilder lassen noch den Einfluss der „realistischen“ Malerei eines Gustave Courbet erkennen, die seinerzeit sehr en vogue war. Dunkle Grün- und Brauntöne dominieren die Komposition. Sisley’s lockerer Pinselstrich, sein Farbauftrag und die skizzenhafte Gesamtkomposition weisen jedoch bereits auf den Charakter seiner späteren, impressionistischen Gemälde voraus. Nach dem deutsch-französischen Krieg von 1870/71 und dem finanziellen Ruin seiner Familie lebte Sisley in großer Armut. Während impressionistische Maler wie seine beiden Freunde Monet und Renoir zunehmend Anerkennung erfuhren, galt Sisley’s Werk als zweitklassig. Gleichwohl wurde er von progressiven Künstlerkollegen seiner Zeit hochgeschätzt.