Station: [18] Badische Revolution


Fridolin: (aufgeregt, begeistert)

Töröö, törö, töro. Los komm, wir machen eine Revolution! Re-vo-lu-tion! Re-vo-lu-tion! Das wird gespenstitastisch. Nur noch eine kurze Frage: Was ist denn eine Revolution eigentlich genau? 

Das sollten wir vorher vielleicht doch noch schnell herausfinden, bevor wir mit dem Revolutionieren anfangen. Bloß gut, dass ich mir ein paar Notizen gemacht habe. Also, pass auf …. 

Das Wort Revolution kommt aus dem Französischen und bedeutet: Umwälzung. Wenn sich Menschen zum Beispiel durch ihre Regierung oder ihren Herrscher unterdrückt fühlen, oder ungerecht behandelt, kann es zu einer Revolution kommen. Die Menschen wollen sich das nicht mehr gefallen lassen, sie wollen etwas verändern. Manchmal schließen sie sich mit anderen Menschen zusammen und kämpfen dann gegen die bestehende Ordnung. Das passiert häufig mit Gewalt.

In Baden kam es auch mal zu einer Revolution. Fast 200 Jahre ist das mittlerweile her. Damals wurde das Land von einem mächtigen Großherzog regiert. Doch einige Menschen wollten sich nicht mehr regieren lassen, sie wollten selbst über ihr Schicksal bestimmen. Sie forderten freie Wahlen, Rede- und Meinungsfreiheit. Dazu gehörte auch ein Mann namens: Friedrich Hecker. 

Mit einem Trupp freiwilliger Kämpfer zog Friedrich Hecker zu Fuß durch die Lande und kämpfte für seine Ideen. Dabei schlossen sich immer mehr Leute dem Zug an. Das Problem war nur: Die konnten alle nicht wirklich kämpfen. Das waren keine Soldaten, sondern ganz normale Leute. Und Friedrich Hecker war kein Super-General, sondern einer, der sich mit Gesetzen auskannte. Ein Jurist. Deshalb konnte der Aufstand von den Soldaten des Großherzogs auch niedergeschlagen werden. Ja, Revolution ist auch ganz schön schwierig.  

 

Foto: © Martin Heintzen